Physiotherapie: Was Sie vor dem ersten Termin wissen sollten
Zuletzt geprüft: 08.07.2026
Der erste Termin in einer Physiotherapie-Praxis wirft oft ähnliche Fragen auf: Brauche ich ein Rezept? Was zahlt die Kasse? Was soll ich mitbringen? Hier die wichtigsten Antworten im Überblick.
Rezept oder Selbstzahler?
Für die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse benötigen Sie eine ärztliche Verordnung (Rezept), meist über sechs Einheiten Krankengymnastik oder Manuelle Therapie. Ohne Rezept ist Physiotherapie als Selbstzahlerleistung möglich – etwa für Prävention oder Wellness-Anwendungen, die ohnehin privat abgerechnet werden.
Was die Krankenkasse übernimmt
Bei ärztlicher Verordnung tragen gesetzliche Kassen die Kosten weitgehend, in der Regel fällt eine gesetzliche Zuzahlung an. Privatversicherte rechnen je nach Tarif ab. Klären Sie bei Unsicherheit vorab mit der Praxis, wie die Abrechnung läuft.
Termin bekommen
Wartezeiten hängen stark von Region, Praxis und Behandlungsart ab. Bei gefragten Praxen lohnt es sich, mehrere Anbieter parallel anzufragen – gerade bei dringlichen Verordnungen zählt oft der erste freie Termin, nicht der Wunschanbieter.
Was Sie zum Termin mitbringen und anziehen
Bringen Sie die Verordnung sowie relevante Vorbefunde mit, etwa Röntgenbilder oder einen OP-Bericht, falls vorhanden. Bequeme, nicht einengende Kleidung ist sinnvoll, da die behandelte Körperregion oft zugänglich gemacht werden muss.
Wie der erste Termin abläuft
Am Anfang steht ein Befund: Die Therapeutin oder der Therapeut erhebt Beschwerdebild, Bewegungsumfang und Vorgeschichte, bevor die eigentliche Behandlung beginnt. Häufig bekommen Sie schon beim ersten Termin ein kleines Übungsprogramm für zu Hause – regelmäßiges Üben zwischen den Terminen beeinflusst den Behandlungserfolg spürbar.
Fazit
Mit Rezept, relevanten Vorbefunden und bequemer Kleidung sind Sie für den ersten Termin gut vorbereitet. Wie viele Behandlungen Sie brauchen, entscheidet sich individuell nach Diagnose und Verlauf – Ihre Mitarbeit bei den Übungen zu Hause ist dabei oft der entscheidende Faktor.